30 Jahre PRÖCHEL – Rückblick, Ausblick und was uns antreibt

Interview mit Marc Pröchel,
Gesellschafter der PRÖCHEL GmbH
Vor 30 Jahren wurde die „Oberland Fassadensysteme GmbH“ in Nürnberg durch Günther Pröchel gegründet. Der Startschuss für einen kontinuierlichen Ausbau unserer Kompetenz rund um hochwertige Fassadenkonstruktionen.
30 Jahre PRÖCHEL – Rückblick, Ausblick und was uns antreibt

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • PRÖCHEL feiert 30 Jahre – geprägt durch die Gründung 1995, den Umzug nach Schwanstetten und den Geschäftsführerwechsel zu Marc Pröchel.
  • Wichtige Schritte: Gründung der Service + Automatik GmbH und Übernahme der Herzog Metallbau GmbH (2021).
  • Die moderne Schüco AS 100 CNC-Anlage (2023) machte einen Hallenausbau notwendig.
  • Herausforderungen: Fachkräftemangel, Digitalisierung und wachsende Projektkomplexität.
  • Der Fassadenbau wurde deutlich digitaler, nachhaltiger und technisch anspruchsvoller.
  • Erfolgsbasis: ein starkes Team, verlässliche Partner und ein klarer Innovationsfokus.
  • Blick nach vorn: nachhaltige Gebäudehüllen, digitale Lösungen und Ausbau der Standorte für eine sichere Zukunft.

Ein Interview mit dem Gesellschafter Marc Pröchel

Herr Pröchel, die PRÖCHEL GmbH feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Welche Meilensteine prägen diese drei Jahrzehnte besonders?

Die Geschichte unseres Unternehmens begann 1995, als mein Vater Günther Pröchel die jetzige PRÖCHEL GmbH, vorher auch als Oberland Fassadensysteme GmbH bekannt, in Nürnberg gründete. Neun Jahre später sind wir nach Schwanstetten umgezogen – das war der erste große Schritt in Richtung Wachstum. 2009 habe ich die Geschäftsführung übernommen und unser Portfolio stetig weiterentwickelt.

Ein wichtiger Meilenstein war sicher die Gründung der PRÖCHEL Service + Automatik GmbH im Jahr 2021 – damit haben wir unser Leistungsspektrum um Service, Wartung und Automatiktüren erweitert. Im selben Jahr haben wir außerdem die Herzog Metallbau GmbH in Nürnberg übernommen, wodurch wir neue Fachkräfte und Kunden gewinnen konnten. Und 2023 folgte mit der Schüco AS 100 CNC-Maschine ein echtes Zukunftsprojekt – eine der modernsten Anlagen in Deutschland, die unsere Fertigung auf ein neues Niveau hebt.

Welche Herausforderungen haben Sie in dieser Zeit besonders geprägt?

Jede Phase hatte ihre eigenen Herausforderungen. Die Corona-Zeit war sicher außergewöhnlich, aber wir konnten dank digitaler Strukturen und Homeoffice-Möglichkeit stabil weiterarbeiten. Größer war langfristig der Fachkräftemangel – den bekämpfen wir, indem wir selbst ausbilden, junge Talente fördern und moderne Arbeitsbedingungen bieten.

Auch unser starkes Wachstum hat uns gefordert: Für die neue CNC-Maschine mussten wir die Produktionshalle um 800 Quadratmeter erweitern, Elektrik und Tragwerk anpassen – das war ein Mammutprojekt. Aber solche Schritte sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Einblick in die Fertigung bei PRÖCHEL.

Wie hat sich die Branche in diesen 30 Jahren verändert?

Enorm. Früher war der Metallbau vor allem handwerklich geprägt – heute ist er hochdigitalisiert, vernetzt und technisch anspruchsvoll. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und CO₂-Bilanz spielen eine viel größere Rolle. Wir setzen bewusst auf CO₂-reduzierte Aluminiumprofile, Photovoltaikfassaden und energieeffiziente Prozesse.

Gleichzeitig werden die Projekte immer größer und komplexer. Deshalb investieren wir in moderne Maschinen, 3D-Planung und durchgängige Digitalisierung – das ist der Schlüssel, um Qualität, Design und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.

Was war für Sie der entscheidende Erfolgsfaktor für 30 Jahre Beständigkeit?

Ganz klar: unser Team. Qualität, Innovation und Teamgeist – das ist die Kombination, die uns seit drei Jahrzehnten trägt. Wir haben viele Mitarbeitende, die seit Jahren bei uns sind. Ihre Erfahrung und ihr Engagement machen unsere Erfolge erst möglich.

Dazu kommen langjährige Partnerschaften mit starken Marken wie Schüco, Glas Trösch, Stempfle Glas, Warema, GEZE, dormakaba oder Würth – sie geben uns technologische Stärke und Verlässlichkeit. Und wir verfolgen eine klare Strategie: stetige Weiterentwicklung, nachhaltiges Handeln und Verlässlichkeit gegenüber Kunden und Partnern.

“Unsere sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit ist geprägt von hoher Fachkompetenz, großer Verlässlichkeit und einem außergewöhnlichen Qualitätsanspruch – von der Planung bis zur Umsetzung auf der Baustelle. Für uns ist Pröchel ein wichtiger Bestandteil unseres Partnernetzwerks.“

Hans Seel
Leiter Vertrieb Systemgeschäft MB Deutschland – Schüco International KG

Tradition oder Innovation – was wiegt für Sie mehr?

Beides gehört untrennbar zusammen. Unsere Familientradition ist die Basis, auf der Innovation überhaupt erst entstehen kann. Ich bin überzeugt, dass man nur erfolgreich bleibt, wenn man Bewährtes respektiert und gleichzeitig Neues wagt.

„Kompetenz, Innovation und Verantwortung gehen bei uns Hand in Hand“ – das ist nicht nur ein Satz, das leben wir jeden Tag. Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit und Hightech keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen.

Welche Rolle spielt Medienberichterstattung für Ihr Unternehmensimage?

Eine sehr wichtige. Fach- und Wirtschaftsmagazine wie die Bayerische Staatszeitung, das Wirtschaftsforum oder das IHK-Magazin haben uns über die Jahre immer wieder begleitet. Solche Beiträge geben Außenstehenden einen Einblick in das, was uns antreibt – Innovation, Verantwortung und Zusammenhalt. Das stärkt nicht nur unser Image, sondern hilft auch, Fachkräfte und Partner auf uns aufmerksam zu machen.

Wie war das Feedback auf diese Veröffentlichungen?

Überaus positiv. Viele Kunden und Bewerber erwähnen, dass sie durch solche Berichte erstmals auf uns aufmerksam wurden. Es ist schön zu sehen, dass authentische Geschichten über unsere Entwicklung, unsere Technik und unsere Werte Menschen erreichen – das zeigt, dass Kommunikation wirkt, wenn sie echt ist.

Wie sieht Ihre Vision für die nächsten zehn Jahre aus?

Wir wollen weiterhin Maßstäbe setzen – in Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Qualität. Dazu gehört, dass wir Gebäudehüllen mit Zukunft entwickeln, etwa durch den Einsatz von RFID-Systemen, die Wartungen und Reparaturen digital unterstützen.
Wir möchten unsere Standorte weiter ausbauen, Fachkräfte gewinnen und gleichzeitig Verantwortung übernehmen – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.

Und wie feiern Sie Ihr Jubiläum – was bedeutet das Team dabei für Sie?

Das Jubiläum ist für uns vor allem ein Danke an das gesamte Team. Ohne unsere Mitarbeitenden gäbe es keine 30 Jahre PRÖCHEL. Wir feiern das im kleinen, persönlichen Rahmen – mit gemeinsamen Aktionen, gutem Essen und dem Bewusstsein, dass wir alle Teil einer Erfolgsgeschichte sind.
Wir wollen nicht in Nostalgie verfallen, sondern gemeinsam stolz nach vorn schauen. Denn 30 Jahre sind kein Abschluss, sondern ein starkes Fundament für das, was noch kommt.

Marc Pröchel

Gesellschafter der PRÖCHEL GmbH

Marc Pröchel führt das Unternehmen mit Weitblick, technischer Expertise und einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Teamkultur.

Sein Fachwissen deckt ein breites Spektrum an Materialien und Techniken ab und macht ihn zu einer vertrauenswürdigen Stimme in der Branche.