Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
PRÖCHEL bezieht acht für das Unternehmen relevante Sustainable Development Goals (SDGs) gezielt in die Unternehmensstrategie ein.
Schwerpunkte liegen auf nachhaltigen Fassadentechnologien durch Recycling, dem Einsatz von Low-Carbon-Profilen und erneuerbaren Energien.
Die Umsetzung erfolgt praxisorientiert, unter anderem durch Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, und die Zusammenarbeit mit innovativen Partnern wie SCHÜCO.
Verbesserungen finden in enger Abstimmung mit dem PRÖCHEL-Nachhaltigkeitsteam und den Mitarbeitenden statt.
Interne Kommunikation, kontinuierliche Weiterbildung und zunehmende Partnerschaften mit regionalen Unternehmen stehen im Fokus.
Die Relevanz der Sustainable Development Goals (SDGs) für PRÖCHEL
Für PRÖCHEL als technisch ausgerichtetes metallverarbeitendes Unternehmen sind acht UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung von besonderer Bedeutung, darunter SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion).
Die Auswahl dieser SDGs erfolgte im Team. Entscheidend war, zu identifizieren, welche Nachhaltigkeitsziele durch die eigenen Tätigkeiten tatsächlich beeinflusst werden können. Der Fokus liegt auf Bereichen wie nachhaltiger Profil-Einsatz, energieeffiziente Prozesse und technische Lösungen für zukunftsorientierte Fassaden. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen nachvollziehbar, überprüfbar und aus Überzeugung umgesetzt werden.

Integration der SDGs in die Unternehmensstrategie
Die Sustainable Development Goals wurden bei PRÖCHEL als Leitlinien fest in die Unternehmensstrategie aufgenommen. Bereits seit mehreren Jahren wird ein Teil des betrieblichen Energiebedarfs durch Photovoltaikanlagen auf den Produktions- und Verwaltungsflächen selbst erzeugt; der verbleibende Strombedarf wird vollständig durch zertifizierten Ökostrom gedeckt. Zudem sind Low-Carbon-Profile unseres Systempartners SCHÜCO als Standard im Einsatz und der Fuhrpark wird schrittweise auf E-Mobilität umgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fortschreitenden Digitalisierung – sowohl im Produktionsumfeld als auch in Planungsprozessen. Durch digitale Anwendungen und optimierte Abläufe können Daten transparenter erfasst, Prozesse effizienter gesteuert und Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung der technischen und ökologischen Bilanz.
Mit der Mitgliedschaft bei der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) unterstreicht PRÖCHEL das Engagement für nachhaltiges und ESG-konformes Bauen. Der fachliche Austausch und die Möglichkeit zur Weiterbildung innerhalb der DGNB helfen dabei, neueste Entwicklungen und Anforderungen frühzeitig aufzugreifen und Kunden zu nachhaltigen Fassadenlösungen und Zertifizierungsthemen beratend zu begleiten.

Praxisbeispiel: SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur)
SDG 9 wird bei PRÖCHEL vor allem über den konsequenten Einsatz nachhaltiger Profile des namhaften Partner SCHÜCO umgesetzt. Standardmäßig werden Low-Carbon-Profile verwendet, die sich sowohl für Glasfassaden als auch für nachhaltige Fassadenverkleidungen eignen.
Die enge Kooperation mit Partnerunternehmen stellt sicher, dass fortschrittliche technische und ökologische Standards in allen Projekten berücksichtigt werden. Auch die fortlaufende Standardisierung von Verbrauchsmaterialien – beispielsweise bei Schrauben – ist Teil der laufenden Verbesserungen in Richtung nachhaltiges Bauen.
Fortschritte und Herausforderungen
Zu den bisherigen Fortschritten zählen der vermehrte Einsatz von Recycling-Material beim Aluminium, messbare CO₂-Einsparungen in der Lieferkette sowie der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energien im Unternehmen.
Herausforderungen ergeben sich vor allem durch die limitierte Verfügbarkeit nachhaltiger Vormaterialien und den zusätzlichen Aufwand bei der Dokumentation interner Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Außerdem sind noch nicht alle Produkte und Prozesse vollständig nach technischen und ökologischen Kriterien standardisiert. Die entsprechenden Weiterentwicklungen und Anpassungen werden jedoch kontinuierlich vorangetrieben.
“Nachhaltigkeit ist für uns kein Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess, der – technisch wie gesellschaftlich – immer wieder hinterfragt und weitergedacht werden muss.“
Marcel Bieringer
Geschäftsführer der PRÖCHEL GmbH

Transparente Kommunikation
Die Transparenz gegenüber externen Partnern und Kunden wird kontinuierlich weiterentwickelt. Intern informiert PRÖCHEL alle Mitarbeitenden regelmäßig über Fortschritte, Ziele und neue Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit.
Teamübergreifende Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle, um Verbesserungen praxisnah umzusetzen. Beim Einkauf wird verstärkt auf nachhaltige Kriterien geachtet, bevorzugt werden – sofern möglich – regionale Partnerunternehmen.
Langfristige Ziele und Resonanz bei Kunden & Partnern
Das Unternehmen arbeitet langfristig am Ausbau von kreislauffähigen Fassadensystemen und verfolgt das Ziel, CO₂-Emissionen in Produktion, Montage und Verwaltung weiter zu senken.
Auch eine weitergehende Standardisierung von Materialien und Prozessen ist geplant. Kunden und Lieferanten zeigen zunehmend Interesse am SDG-Engagement und bringen eigene Vorschläge für gemeinsame nachhaltige Projekte ein.
Andreas Gronewold
Mitglied des Nachhaltigkeitsteams bei PRÖCHEL
Andreas Gronewold ist seit 30 Jahren in der Technikabteilung bei PRÖCHEL tätig. Dort verantwortet er verschiedene Bauvorhaben. Im Nachhaltigkeitsteam liegt sein aktueller Schwerpunkt auf der Standardisierung von Prozessen und Materialien im Rahmen der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele.
Sein Fachwissen deckt ein breites Spektrum an Materialien und Techniken ab und macht ihn zu einer vertrauenswürdigen Stimme in der Branche.
